Erschwerte Umstände

Erschwerte Umstände

Da keine entsprechenden Säle zur Verfügung standen, wurden nach dem Zweiten Weltkrieg einige Theatervorstellungen in der Tenne am Hof vlg. Lipej in Schilterndorf aufgeführt. Die Raumnot des Vereines spiegelte sich auch in der Selbsthilfe des damaligen Obmannes Franz Hanin, vlg. Lipej, der einen Entwurf für einen Saal in seiner Scheune anfertigte, wider.

Im Jahre 1958 kaufte die Zadruga gemeinsam mit dem Slowenischen Kulturverband die Breznik-Scheune an der Völkermarkter Straße in Bleiburg. Schon damals wurde von allen Vorständen der Bau eigener Wirtschafts- und Kulturräume geplant.

Der Slowenische Kulturverein „Edinost“ in Bleiburg musste mit seinen Sektionen, dem Männergesangschor, der Theatergruppe „Oder 73“, der Folkloregruppe, dem gemischten Chor Podjuna, ab 1978 als eigener Verein, und dem Männergesangschor „Kralj Matjaž“ aus Loibach, ab 1979 als eigener Verein, mehr oder weniger die Veranstaltungen in teils ungeeigneten Räumen beim Breznik, in Scheunen, im Freien, in der Bleiburger Hauptschule, im Gasthaus Schwarzl, im Pfarrsaal, beim Florianiwirt in Rinkenberg, unter Zelten, ab 1977 weiter auch im Kellerraum der Posojilnica, im Bleiburger Schlosshof und in verschiedenen Schulen improvisieren. Als im Jahre 1959 auf dem Baugrundstück der Stadtgemeinde Bleiburg auch mit Zuwendungen vonseiten der slowenischen Gemeindebürger das Grenzlandheim errichtet wurde, wurde eine Saalvermietung an die slowenischen Vereine von den damaligen Vorstandsmitgliedern nicht erlaubt.

Der Wunsch der slowenischen Bevölkerung nach einem eigenen geeigneten Kulturheim in Bleiburg war gerade durch die unzulänglichen Zustände mehr oder weniger immer präsent. Bei jeder größeren Veranstaltung drängte sich durch den ungeeigneten Raum immer die Frage der Sicherheit im Falle eines Brandes oder eines Unfalles auf.

Deshalb starteten im Jahre 1975 die Vorstandsmitglieder des Slowenischen Kulturvereines „Edinost“ in Bleiburg, der Zadruga und der Posojilnica abermals eine Initiative, um mit einem Neubau die damalige wirtschaftliche und kulturelle Situation zu verbessern.

Im Jahre 1974 finden wir im Sitzungsprotokoll des SPD „Edinost“ in Bleiburg den Eintrag, gemeinsam mit Stefan Trampusch den Bau eines Kultur- und Genossenschaftsgebäudes auf dem dafür bestimmten Grundstück, auf dem das Altgebäude der Zadruga stand, abermals zu aktualisieren. Im Jahre 1975 wurden mit dem Genossenschaftsverband, dem Slowenischen Kulturverband in Klagenfurt, der Bleiburger Zadruga, der Posojilnica Pliberk/Bleiburg und SPD „Edinost“ konkrete Gespräche aufgenommen.

Der Slowenische Kulturverband (Obmann Hanzi Weiß) bestellte aufgrund der damaligen Raumvorstellungen und -wünsche beim Architekten Johann Oswald einen Plan für ein Kultur- und Wirtschaftsgebäude, den dieser bald vorlegte. Mirko Kumer begann noch im gleichen Jahr, Geldmittel unter Einheimischen zu sammeln, die auf einem Sparbuch angelegt wurden. Der Partisanenverband unter Ing. Pavle Žaucer erklärte sich bereit, die Mittel dafür in ganz Jugoslawien zu sammeln.

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